Caunes-Minervois
Caunas de Menerbés
Caunes-Minervois (Frankreich)
Caunes-Minervois (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Okzitanien
Département (Nr.) Aude (11)
Arrondissement Carcassonne
Kanton Le Haut-Minervois
Gemeindeverband Carcassonne Agglo
Koordinaten 43° 20′ N, 2° 32′ OKoordinaten: 43° 20′ N, 2° 32′ O
Höhe 144–861 m
Fläche 27,84 km²
Einwohner 1.581 (1. Januar 2021)
Bevölkerungsdichte 57 Einw./km²
Postleitzahl 11160
INSEE-Code

Caunes-Minervois

Caunes-Minervois (okzitanisch Caunas de Menerbés) ist eine französische Gemeinde mit 1.581 Einwohnern (Stand 1. Januar 2021) im Pays Cathare in der Landschaft des Minervois. Der Ort ist durch den in den Steinbrüchen der Umgebung abgebauten roten Marmor weithin bekannt.

Lage

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Caunes-Minervois liegt zu Füßen der Montagne Noire in einer Höhe von ca. 190 m ü. d. M. am Argent-Double, einem linken Nebenfluss der Aude, der allerdings nur nach heftigen oder länger anhaltenden Regenfällen wirkliche Flussgröße erreicht. Der Ort liegt etwa 23 Kilometer (Fahrtstrecke) nordöstlich von Carcassonne bzw. etwa 50 Kilometer nordwestlich von Narbonne.

Bevölkerungsentwicklung

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Jahr 1800 1851 1901 1954 1999 2017
Einwohner 1871 2287 2196 1701 1476 1654

Der Bevölkerungsrückgang in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist in der Hauptsache auf den Verlust an Arbeitsplätzen in der Landwirtschaft infolge der Mechanisierung der Landwirtschaft zurückzuführen.

Wirtschaft

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Marmorsteinbruch

Für die Wirtschaft des Ortes spielten jahrhundertelang die Marmorsteinbrüche eine große Rolle; heute wird nur noch wenig Marmor gebrochen, der überwiegend in den Prunkbauten des Nahen Ostens verbaut wird.

Weinbau[1] und Schafzucht sind ebenfalls bereits seit Jahrhunderten charakteristische Erwerbszweige in der Umgebung; die Stadt fungiert als regionales Zentrum für Kleinhandel und Handwerk.

Geschichte

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Der Ort entstand um die im Jahre 780 gegründete karolingische Abtei. Diese stand im 13. Jahrhundert als Bollwerk gegen die Katharer im Blickpunkt päpstlichen Interesses. Im Jahre 1226 wurde Pierre Isarn, ein Albigenser-Bischof, in Anwesenheit von König Ludwig VIII. auf dem Scheiterhaufen in Caunes verbrannt.

Sehenswürdigkeiten

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Romanische Abteikirche Saint-Pierre et Saint-Paul

Abbaye St-Pierre et St-Paul

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Sonstige

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außerhalb
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Commons: Caunes-Minervois – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Caunes-Minervois – Weinbau
  2. Hôtel d’Alibert, Caunes-Minervois in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  3. Hôtel de Sicard, Caunes-Minervois in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  4. Hôtel de Tapié, Caunes-Minervois in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  5. Grande fontaine, Caunes-Minervois in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  6. Chapelle du Crucifix, Caunes-Minervois in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  7. Carrière du Roi, Carrière de marbre gris und Carrière du roc de Buffens, Caunes-Minervois in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)